Die Spielregeln beschrieb von einigen Jahren der Cronenberger Chronist und Journalist Jürgen Eschmann so:

„Mit einem zwei Kilogramm schweren Holz wird auf neun Pinne geworfen. Das hört sich leicht an, bedenkt man aber, dass der Wurf aus acht Metern Entfernung erfolgt und das kleine Vorderholz, auch „Kante“ genannt, geräumt werden muss, ist die Sache schon erheblich schwieriger.

Der Picker muss zudem eine Eisenplatte beachten, die kurz vor dem nur drei Zentimeter hohen Vorderholz liegt und nicht getroffen werden darf. Ansonsten verkündet lautes Scheppern die Ungültigkeit des Versuchs.

Die Pinne sind im Abstand von 60 Zentimetern auf einem Schleifstein von 2,2 Meter Durchmesser angeordnet, zehn Zentimeter hoch und 3 Zentimeter dick.
Entsprechend ihrer Standorte tragen sie die gleichen Namen wie die Kegelpinne. Der Schleifstein gibt Hinweis auf die Entstehung des Spiels.

Kein Wunder, dass Picken in Cronenberg, dem einstigen Mekka der Schleifer und Hammerschmiede, überall gespielt wurde.“